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Erich Neumann

Erich Neumann (1905 – 1960) war Schüler und Mitarbeiter von C.G. Jung. So ist sein Buch „Ursprungsgeschichte des Bewusstseins“ daher auch stark beeinflusst von der Analytischen Psychologie C. G. Jung’s. Die Bewusstseinsentwicklung wird hier mehr aus archetypischer Sicht betrachtet und ist tiefenpsychologisch fundiert.

Erich Neumann geht hier auch auf den Individuationsprozess der Analytischen Psychologie von Jung ein. Dieser Individuationsprozess geschieht vor allem in der zweiten Hälfte des menschlichen Lebens. In diesem Prozess kommt es zur "Erhöhung" des Ich, das seinen Zusammenhang mit dem Selbst realisiert. Das Ich erfährt sich in seiner Selbst-Erfahrung im Selbst als göttlich, im Ich als sterblich.

Zitat: "Das Individuum kommt, nachdem es alle Phasen von Welterfahrung und eigener Erfahrung durchschritten hat, zum Selbstbewusstsein seiner eigentlichen Bedeutung. Es erkennt sich als Anfang, Mitte und Ende in der Selbstentwicklung der Psyche, welche als Ich sich herausstellt, um als Selbst von diesem Ich erfahren zu werden."

Neumann spricht hier bei der Erfahrung des Selbst von einer "transpersonalen" Erfahrung. Während er das Ich der personalen Ebene zuordnet, ist dieses Selbst im transpersonalen Bereich angesiedelt. Damit hat Neumann bereits zu den Grundlagen und den Begriffen der transpersonalen Psychologie beigetragen.

Diese Einbeziehung des transpersonalen Bewusstseinsraums in die Psychologie ist bei ihm der Weg zu einem neuen Bewusstsein.

Quelle:
Erich Neumann
"Ursprungsgeschichte des Bewusstseins"
Fischer Verlag