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Überwindung der Hindernisse

Im ersten Teil wurde aufgrund der bisherigen Erfahrungen aufgezeigt, auf welche Art und Weise Menschen aus dem Alltagsbewusstsein, das rational-mental geprägt ist, zu einer anderen Wahrnehmung von Wirklichkeit „erwachten“. In vielen Fällen kann man das, was da beschrieben wurde, als Gnade nennen. Da geschah etwas, was man nicht selbst herbeiführen kann: Erfahrungen von Einheit, Ganzheit, Verbundenheit und vollkommener Liebe.

Bei anderen waren es Lebenskrisen, die das Bewusstsein tiefgehend verändert haben. Und schließlich war es regelmäßige und intensive meditative Praxis, die eine Erfahrung dieses anderen Bewusstseins möglich machten.

Muss man jetzt auf diese Gnade warten, sich Lebenskrisen herbei wünschen oder sie sogar bewirken? Oder bleibt da nur die regelmäßige Meditation übrig, mit der man sich dann die „Erleuchtung“ herbei meditiert?

Ausgehend von der Ansicht, dass die Menschheit auf der jetzigen Bewusstseinsebene keine Überlebenschance hat, muss mehr als das geschehen, weil die wesentlichen Hindernisse wie Dummheit, Trägheit und vor allem der Egoismus kaum eine Chance haben, überwunden zu werden, wenn der einzelne Mensch das nicht wirklich will, es sich quasi zur Lebensaufgabe macht.

Hierzu auch noch einmal Jean Gebser:

"Zu allererst müssen wir uns selber in Ordnung bringen, in die Ordnung, die größer ist als wir. Und ich glaube, wenn wir versuchten, diese Souveränität über uns selbst zu gewinnen, dann könnten wir das vollbringen, was die Weltsituation und das Weltbewusstsein von uns fordern, dass wir nämlich mit unserer Arbeit an uns selber, durch die Integration an dessen was uns konstituiert, einen Beitrag an die Erhaltung der Welt und der Menschheit zu leisten. Denn wenn das nicht gelingen sollte, so liegt es nicht an den Umständen, sondern an dem Versagen derer, welche die Überwachheit des neuen, integralen Bewusstseins und damit die Ich-Freiheit nicht realisierten. Ohne diese Lebensgestaltung wird das neue Bild vom Menschen ein Wunschtraum bleiben, der dann kein Erwachen kennen wird, weil ohne sie Welt und Menschheit zum Tode verurteilt sind.“

In diesem Teil geht es darum, Wege zu erläutern, Orientierungshilfen sein können, um sich diesem Neuen Bewusstsein zu nähern.